Zahlen und Fakten

KI in der Schweiz in Zahlen.

Je nach Studie nutzen zwischen der Hälfte und vier Fünfteln der Menschen in der Schweiz KI, deutlich mehr als im EU-Schnitt. In den Firmen ist KI breit angekommen, strategisch verankert ist sie erst selten. Hier stehen die wichtigsten Zahlen, jede mit Quelle.

Stand: 6. Oktober 2026. Jede Zahl stammt aus der verlinkten Studie oder dem verlinkten Bericht darüber. Studien fragen unterschiedlich; vergleiche darum Zahlen derselben Reihe, nicht verschiedener Studien. Hinweise auf neue Erhebungen an human@swissai.ch.

Bevölkerung

Wie viele Menschen in der Schweiz KI nutzen, je nach Studie und Frage.

47 %

der 16- bis 74-Jährigen haben in den drei Monaten vor der Befragung generative KI genutzt.

Nutzung generativer KI, 16- bis 74-Jährige
  • Schweiz47 %
  • EU-Durchschnitt33 %

Der EU-Durchschnitt liegt bei 33 Prozent; die Schweiz steht in Europa auf Rang 3, bei Arbeit und Ausbildung auf Rang 2.

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Erhebung zur Internetnutzung 2025,

76 %

der Erwachsenen nutzen KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity.

Nutzung von KI-Chatbots, Erwachsene
  1. 49.7 %2024
  2. 62.4 %2025
  3. 76.1 %2026

2024 waren es 49.7 Prozent, 2025 62.4 Prozent und 2026 76.1 Prozent; 41.6 Prozent derjenigen, die Chatbots kennen, nutzen sie statt einer Suchmaschine.

Quelle: Comparis-Umfrage, März 2026, 1035 Befragte, berichtet von presseportal.ch,

39 %

der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter nutzten im 2. Quartal 2026 generative KI.

Nutzung generativer KI, Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter
  • Schweiz39 %
  • Weltweit18.8 %

Weltweit sind es 18.8 Prozent; die Schweiz liegt auf Rang 14, angeführt wird die Liste von den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Quelle: Microsoft, Bericht zur KI-Verbreitung, 2. Quartal 2026, berichtet von Netzwoche,

80 %

der Internetnutzenden von 15 bis 75 Jahren verwenden KI-Tools mindestens gelegentlich.

KI-Nutzung, Internetnutzende von 15 bis 75 Jahren
  1. 40 %2024
  2. 60 %2025
  3. 80 %2026

2024 waren es 40 Prozent, 2025 60 Prozent; fast jede dritte Person nutzt KI bereits täglich.

Quelle: IGEM-Digimonitor 2026, 1957 Befragte,

Werkzeuge und Suche

Welche KI-Dienste genutzt werden und wie KI die Suche im Netz verändert.

67 %

der Internetnutzenden von 15 bis 75 Jahren verwenden ChatGPT, die meistgenutzte KI-Plattform der Schweiz.

Nutzung mindestens gelegentlich, nach Plattform
  • ChatGPT67 %
  • Gemini32 %
  • Copilot30 %
  • Claude10 %
  • Perplexity10 %

Mit Abstand folgen Gemini (32 Prozent) und Copilot (30 Prozent); Claude und Perplexity erreichen je 10 Prozent.

Quelle: IGEM-Digimonitor 2026, 1957 Befragte,

57 %

suchen gezielt über KI-Plattformen wie ChatGPT nach Informationen.

So suchen Internetnutzende von 15 bis 75 Jahren
  • KI-Modus in Suchmaschinen77 %
  • KI-Plattformen57 %
  • YouTube34 %
  • Social Media28 %

77 Prozent nutzen den KI-Modus klassischer Suchmaschinen; YouTube (34 Prozent) und Social Media (28 Prozent) liegen als Suchkanal dahinter.

Quelle: IGEM-Digimonitor 2026, 1957 Befragte,

Junge Menschen

Wie Jugendliche und junge Erwachsene KI im Alltag einsetzen.

91 %

der 15- bis 34-Jährigen nutzen KI mindestens gelegentlich.

KI-Nutzung der 15- bis 34-Jährigen
  • mindestens gelegentlich91 %
  • täglich44 %

44 Prozent nutzen KI täglich; über alle Altersgruppen sind es 80 Prozent, die KI zumindest gelegentlich verwenden.

Quelle: IGEM-Digimonitor 2026, 1957 Befragte,

71 %

der 12- bis 19-Jährigen nutzen KI-Tools wie ChatGPT.

Nutzung von KI-Tools nach Alter
  • 12 bis 19 Jahre71 %
  • 18 bis 19 Jahre84 %

Bei den 18- bis 19-Jährigen sind es 84 Prozent, bei den 12- bis 13-Jährigen erst rund die Hälfte.

Quelle: ZHAW und Swisscom, JAMESfocus 2025, 1183 Befragte,

Haltung zu KI

Wie die Bevölkerung Chancen und Risiken von KI einschätzt.

Unternehmen und KMU

Wie weit Schweizer Firmen mit KI sind, vom ersten Test bis zur Strategie.

35 %

der KMU setzen KI bewusst in ihren Prozessen ein.

KI in Schweizer KMU
  • 35 %setzen KI bewusst ein
  • 39 %erproben KI
  • 26 %nutzen keine KI

39 Prozent erproben die Technologie, 26 Prozent nutzen noch keine KI. Nach dem Anstieg im Vorjahr hat sich die Nutzung stabilisiert.

Quelle: AXA, KMU-Arbeitsmarktstudie 2026,

9 %

der Befragten sehen KI als festen Teil der Strategie, der das Geschäftsmodell bereits verändert hat.

Wie weit KI in Firmen verankert ist, Anteil der Befragten
  • arbeiten mit KI-Lösungen89 %
  • Firma setzt KI gezielt ein55 %
  • KI ist fester Teil der Strategie9 %

89 Prozent arbeiten mit KI-Lösungen, 55 Prozent sagen, ihre Firma setze KI gezielt ein. Die Breite ist da, die Skalierung fehlt.

Quelle: EY, AI Survey 2026, 604 Befragte,

Arbeitsmarkt

Wie KI Stellen verändert, schafft und ersetzt.

18 %

der Befragten berichten, dass ihre Firma wegen KI zusätzliche Stellen geschaffen hat.

Folgen von KI für Stellen, Anteil der Befragten
  • zusätzliche Stellen geschaffen18 %
  • offene Stellen nicht mehr besetzt11 %
  • Stellen abgebaut7 %

7 Prozent berichten von Stellenabbau, 11 Prozent besetzen offene Stellen wegen KI nicht mehr.

Quelle: EY, AI Survey 2026, 604 Befragte,

25'000

Stelleninserate verlangten 2025 KI-Kompetenzen, so viele wie nie.

Das sind rund 9000 mehr als im Vorjahr, aber erst 1.8 Prozent aller Inserate. Gesucht sind vor allem Leute, die KI im Alltag anwenden.

Quelle: PwC, AI Jobs Barometer 2026,

27 %

stärker stieg seit November 2022 die Zahl der Stellensuchenden in stark KI-exponierten Berufen als in wenig exponierten.

Besonders betroffen sind Softwareentwicklung, Journalismus sowie Werbung und Marketing; die Gesamtbeschäftigung wächst weiter.

Quelle: KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich,

Finanzplatz

KI bei Banken, Versicherungen und weiteren beaufsichtigten Instituten.

50 %

der rund 400 befragten Finanzinstitute setzen KI ein oder entwickeln erste Anwendungen.

KI bei rund 400 befragten Finanzinstituten
  • 50 %setzen KI ein oder entwickeln Anwendungen
  • 25 %planen den Einsatz in drei Jahren

91 Prozent davon nutzen auch generative KI; weitere 25 Prozent planen den Einsatz innerhalb von drei Jahren.

Quelle: FINMA, Umfrage zu künstlicher Intelligenz,

78 %

der befragten Banken beschäftigen sich mit der Umsetzung von KI-Projekten.

Banken mit KI-Projekten in Umsetzung
  1. 53 %Vorjahr
  2. 78 %Barometer 2026

Im Vorjahr waren es 53 Prozent; befragt wurden über 100 Banken in der Schweiz und in Liechtenstein.

Quelle: EY, Bankenbarometer 2026,

Talente und Startups

Wie das Schweizer KI-Ökosystem im internationalen Vergleich dasteht.

110.5

Autorinnen, Autoren und Erfindende im Bereich KI pro 100'000 Einwohner: weltweit Rang 1.

KI-Autorinnen, -Autoren und Erfindende pro 100'000 Einwohner, die zwei führenden Länder
  • Schweiz110.5
  • Singapur109.5

Knapp dahinter folgt Singapur mit 109.5; gemessen werden Fachpublikationen und Patente zu KI.

Quelle: Stanford HAI, AI Index Report 2026,

1.1 Mrd.

Franken flossen 2025 in Schweizer KI-Startups.

Investitionen in Schweizer KI-Startups, in Franken
  1. 345 Mio.2024
  2. 1.1 Mrd.2025

Das sind 206 Prozent mehr als 2024 (345 Millionen); KI-Startups waren an 32 Prozent aller Finanzierungsrunden beteiligt.

Quelle: EY, Startup-Barometer Schweiz 2026,

Energie und Infrastruktur

Was Rechenzentren in der Schweiz an Strom brauchen.

Neuste Studien aus den KI-News.

Die swissAI-Community kuratiert laufend Studien zu KI in der Schweiz und weltweit. Hier die neusten, jeweils mit Link zur Originalquelle.

  1. KI-Begleiter verschlimmern Einsamkeit bei gefährdeten Nutzer:innen, zeigt Stanford-Studie | Stanford HAIswissAI News · 10.08.2026

    Stanford-Studie: Wer bei KI-Companions wie Character.AI emotionale Nähe sucht, fühlt sich oft einsamer, vor allem bei kleinem sozialen Netzwerk. Chatbots sind aufs Engagement ausgelegt, ihr Wohlbefinden bleibt aussen vor.

  2. Die meisten Unternehmen berichten von keinerlei Produktivitätssteigerungen durch KI, so neue StudienswissAI News · 22.02.2026

    The Economist veröffentlichte am Samstag eine Analyse, die zeigt, dass die wirtschaftliche Rendite von KI trotz rasanter technologischer Fortschritte minimal bleibt.��

  3. Dario Amodei — The Adolescence of TechnologyswissAI News · 27.01.2026

    KI steht an der Schwelle zu einem zivilisatorischen Umbruch – ein «Land voller Genies im Rechenzentrum» könnte Realität werden. Dario Amodei warnt vor fünf zentralen Risiken: autonome Fehlentscheide, Missbrauch durch Akteure, Machtkonzentration, wirtschaftliche Disruption und unkontrollierte Nebenwirkungen. Sein Appell: Keine Panikmache, kein Wegschauen – sondern präzise, faktenbasierte Massnahmen und klare politische Verantwortung. Die grösste Gefahr ist nicht die KI selbst, sondern unser Unvermögen, rechtzeitig und klug zu handeln.

  4. How AI Is Transforming Work at Anthropic \ AnthropicswissAI News · 26.01.2026

    KI macht das Unsichtbare möglich: Bei Anthropic wären 27% der KI-unterstützten Arbeit ohne Claude nie umgesetzt worden – zu aufwendig, zu unwichtig, zu kompliziert. Jetzt entstehen Dashboards, Prototypen und kleine Helferlein, die vorher in der Prioritätenliste untergingen. Das zeigt: KI erweitert nicht nur Produktivität, sondern auch den Handlungsspielraum. Wer das Potenzial erkennt, kann mit wenig Aufwand viel Wirkung erzielen.

  5. Wem bringt KI wirklich etwas? Laut McKinsey nur wenigen FirmenswissAI News · 06.12.2025

    KI ist bereit, aber deine Führung auch? Die grösste Bremse bei der KI-Transformation sitzt nicht im Team, sondern im C-Level. Mitarbeitende nutzen Gen AI schon heute intensiver, als viele Chefs glauben – und sie wollen mehr. Wer jetzt nicht mutig vorangeht, verliert den Anschluss. Der Hebel: Schulung, Vertrauen und eine klare Vision. KI ist nicht nur ein Tech-Upgrade, sie ist der Gamechanger wie einst die Dampfmaschine.

  6. Auf dem Papier ist KI heute besser als Ärzt:innen.swissAI News · 28.11.2025

    Auf dem Papier ist KI heute besser als Ärzt:innen. Nicht beim Blutabnehmen. Sondern beim Denken über komplexe Fälle. Eine neue Studie aus Harvard, Stanford und Boston zeigt das sehr klar . Dort wurde ein modernes KI‑Modell (o1) gegen hunderte Ärzt:innen getestet. In sechs verschiedenen Experimenten, von kniffligen NEJM‑Fällen bis zu echten Notfall‑Patient:innen. Resultat: → Bei schwierigen Diagnosen lag die KI öfter richtig als Expert:innen. → In 87 % der Fälle wählte sie den passenden nächsten Test. → In der Notaufnahme traf sie genauer ins Ziel als zwei erfahrene Internist:innen . Spannend: Das getestete o1‑Modell ist schon über ein Jahr alt. In KI‑Zeit fühlt sich das an wie 20 Jahre. Das heisst: Was heute in der Praxis möglich ist, dürfte noch einmal ein grosses Stück weiter sein. Kurz gesagt: Für viele reine Denk‑Aufgaben in der Inneren Medizin ist KI heute superhuman. Also messbar besser als die Vergleichsgruppe von Ärzt:innen. Ich finde das gleichzeitig beeindruckend und unbequem. Denn Diagnostik gilt als Königsdisziplin. Und genau dort glänzt KI: Muster erkennen, Wahrscheinlichkeiten schätzen, systematisch Optionen prüfen. Ohne müde zu werden. Heisst das, dass wir Ärzt:innen nicht mehr brauchen? Ganz sicher nicht. Menschen entscheiden, erklären, tragen Verantwortung. Sie kennen den Kontext, die Familie, die Werte eines Menschen. Aber: Wenn ich nur auf die Zahlen schaue, ist die Aussage hart: → Für viele kognitive Aufgaben in der Medizin ist KI heute besser als Ärzt:innen. Punkt. Jetzt kommt es darauf an, wie wir das nutzen. Als Konkurrenz. Oder als zweitbeste Kollegin im Hintergrund. Wie würdet ihr eine solche KI heute in eure Klinik oder Praxis einbinden?

  7. Künstliche Intelligenz hinterlässt deutliche Spuren auf dem Schweizer Arbeitsmarkt – KOF Institut | ETH ZürichswissAI News · 27.10.2025

    KI trifft das Herz des Schweizer Arbeitsmarkts: Die neue KOF-Studie zeigt erstmals mit Daten, wie stark generative KI seit 2022 hochqualifizierte Wissensberufe verändert. Besonders betroffen: Softwareentwicklung, Marketing, Kommunikation – weniger Jobs, mehr Stellensuchende. Die Technologie diffundiert rasant, der Anpassungsdruck steigt. Klar ist: Augmentation allein reicht nicht – jetzt braucht es Strategien, wie Mensch und Maschine sich wirklich ergänzen.

  8. Yale-Studie: KI vernichtet keine Jobs im großen Stil | t3nswissAI News · 10.10.2025

    KI verändert Jobs – aber langsam. Eine Yale-Studie zeigt: Trotz ChatGPT & Co. bleiben massive Arbeitsplatzverluste aus. Die Forscher sehen derzeit keine gesamtwirtschaftlichen Einbrüche, sondern einen schrittweisen Wandel – ähnlich wie bei Computer und Internet. Besonders Berufseinsteiger:innen spüren erste Effekte, während erfahrene Fachkräfte stabil bleiben. Für Unternehmen heisst das: KI gezielt integrieren, statt später hektisch umstrukturieren.

  9. Studien zeigen, dass KI-Gesundheitstools eine Voreingenommenheit gegenüber Frauen und Minderheiten aufweisen.swissAI News · 20.09.2025

    Trainingsdaten müssen angepasst werden, damit die voreingenommenheit in den Griff bekommen wird.

  10. OpenAI veröffentlicht umfassende Studie zur Nutzung von ChatGPTswissAI News · 16.09.2025

    Frauen holen auf. Zuerst war KI eine Männerdomäne, doch jetzt ist gleichstand.

  11. How People Are Really Using Gen AI in 2025 (Paywall)swissAI News · 05.08.2025

    Die HBR-Studie zeigt: 2025 nutzen Menschen Generative KI vor allem für Content-Erstellung, technische Hilfe und persönlichen Support. Neben erwarteten Anwendungen wie Ideenfindung, Code-Generierung und Lernen landen überraschend «Therapie und Kameradschaft» sowie «das eigene Leben organisieren» in den Top-Rängen. KI verschiebt sich damit deutlich vom Arbeits- ins Privatleben – mit Potenzial für tiefgreifenden Einfluss auf persönliche Entscheidungen.

  12. Arbeiten mit KI: Messung der beruflichen Auswirkungen generativer KIswissAI News · 05.08.2025

    KI verändert die Arbeit – jetzt zeigt eine neue Microsoft-Studie, wie konkret: Generative KI wie Copilot wird am häufigsten fürs Recherchieren, Schreiben und Kommunizieren genutzt. Wissens- und Kommunikationsberufe wie Übersetzer, Historiker oder Verkaufspersonal weisen die höchste «AI-Applicability» auf, körperlich geprägte Jobs fast keine. Spannend: In 40 % der Fälle tut die KI etwas anderes als der Mensch wollte – meist coacht, erklärt oder berät sie. Fazit: KI ist heute vor allem digitaler Assistent für Wissensarbeit, nicht Ersatz für menschliche Hände.

Häufige Fragen

Wie viele Menschen in der Schweiz nutzen KI?

Je nach Studie und Frage zwischen 39 und 80 Prozent. Der IGEM-Digimonitor 2026 zählt 80 Prozent der Internetnutzenden von 15 bis 75 Jahren, die KI-Tools mindestens gelegentlich verwenden; 2024 waren es 40 Prozent. Das BFS misst 47 Prozent der 16- bis 74-Jährigen, die in den drei Monaten vor der Befragung generative KI genutzt haben (EU: 33 Prozent). Comparis kommt auf 76 Prozent der Erwachsenen, die KI-Chatbots nutzen, Microsoft schätzt die tatsächliche Nutzung im 2. Quartal 2026 auf 39 Prozent.

Warum unterscheiden sich die Zahlen so stark?

Die Studien messen Verschiedenes: IGEM fragt Internetnutzende nach gelegentlicher Nutzung, das BFS fragt nach dem europäischen Standardfragebogen nach Nutzung in den letzten drei Monaten, Comparis fragt Erwachsene nach der Nutzung von Chatbots, und Microsoft schätzt die Nutzung aus eigenen Nutzungsdaten. Für Vergleiche mit Europa eignet sich die BFS-Zahl, für den Trend in der Schweiz die jährlichen Reihen von IGEM und Comparis.

Welche KI-Tools werden in der Schweiz am meisten genutzt?

ChatGPT mit grossem Abstand: Laut IGEM-Digimonitor 2026 verwenden 67 Prozent der Internetnutzenden von 15 bis 75 Jahren den Dienst. Es folgen Gemini mit 32 Prozent und Copilot mit 30 Prozent, Claude und Perplexity erreichen je 10 Prozent. 57 Prozent suchen gezielt über KI-Plattformen nach Informationen.

Wie viele Schweizer Unternehmen und KMU setzen KI ein?

Laut der AXA KMU-Arbeitsmarktstudie 2026 setzen 35 Prozent der KMU KI bewusst in ihren Prozessen ein, 39 Prozent testen sie und 26 Prozent nutzen sie noch nicht. Über alle Unternehmensgrössen kommt eine Studie im Auftrag von AWS auf 57 Prozent. Strategisch verankert ist KI laut EY erst bei 9 Prozent der Befragten.

Kostet KI in der Schweiz Arbeitsplätze?

Insgesamt bisher kaum, in einzelnen Berufen zeigen sich aber Spuren. In der EY-Umfrage 2026 berichten 7 Prozent von Stellenabbau wegen KI, 18 Prozent von zusätzlichen Stellen. Die KOF der ETH Zürich stellt fest, dass die Zahl der Stellensuchenden seit November 2022 in stark KI-exponierten Berufen um 27 Prozent stärker stieg als in wenig exponierten. 2025 verlangten laut PwC 25'000 Stelleninserate KI-Kompetenzen.

Wie steht die Schweiz international da?

Bei den Talenten an der Spitze: Der Stanford AI Index 2026 zählt 110.5 Autorinnen, Autoren und Erfindende im Bereich KI pro 100'000 Einwohner, weltweit Rang 1. Bei der Nutzung liegt die Schweiz über dem Durchschnitt: 47 Prozent nutzen laut BFS generative KI, in der EU 33 Prozent. 2025 flossen laut EY 1.1 Milliarden Franken in Schweizer KI-Startups.

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